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	<title>Videospielkultur.de &#187; Metal Gear Solid</title>
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	<description>Das Magazin für Videospielkultur</description>
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		<title>Testbericht: Metal Gear Solid &#8211; Peace Walker</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Jun 2010 09:33:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Testberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Metal Gear Solid]]></category>
		<category><![CDATA[Peace Walker]]></category>

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		<description><![CDATA[Hideo Kojima ist zurück: Solid Snake schleicht ein weiteres Mal auf die PSP. Anstatt leichte, mobile Kost abzuliefern, schöpft der Stardesigner erneut aus dem Vollen und quetscht mit <em>Metal Gear Solid: Peace Walker</em> mehr Snake auf eine UMD, als es der geneigte PSP-Eigentümer erwartet hätte. Wir testen, ob die Ansprüche Kojimas nicht vielleicht an den Limitierungen der mobilen Konsole scheitern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hideo Kojima ist zurück: Solid Snake schleicht ein weiteres Mal auf die PSP. Anstatt leichte, mobile Kost abzuliefern, schöpft der Stardesigner erneut aus dem Vollen und quetscht mit <em>Metal Gear Solid: Peace Walker</em> mehr Snake auf eine UMD, als es der geneigte PSP-Eigentümer erwartet hätte. Wir testen, ob die Ansprüche Kojimas nicht vielleicht an den Limitierungen der mobilen Konsole scheitern.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_7181" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/06/MGS-Peace-Walker_01.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-7181" title="Metal Gear Solid: Peace Walker" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/06/MGS-Peace-Walker_01-150x150.jpg" alt="Metal Gear Solid: Peace Walker" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Vorsichtiges Vorgehen wird auch in Peace Walker belohnt</p></div>
<p>Die Geschichte von <em>Peace Walker</em> ist irgendwo zwischen dem dritten und dem ersten Teil der Serie angesiedelt, also dem Playstation 2-Ableger <em>Snake Eater</em> und dem Urgestein der Serie für die erste Playstation, <em>Metal Gear Solid </em>(welches inhaltlich nach <em>MGS 3</em> angesiedelt ist)<em>. </em><em>Peace Walker</em> spielt also 1974, zehn Jahre nach den Ereignissen aus <em>Snake Eater</em>, und Snake hat sich mit seinen „Söldnern ohne Grenzen“ nach Costa Rica zurückgezogen. Nachdem er in <em>Snake Eater</em> im Auftrag der CIA seinen Mentor The Boss töten musste, lässt er es in dem kleinen Südamerikanischen Staat ruhiger angehen. Eines Tages bekommt er jedoch Besuch von einem angeblichen Professor für Friedenskunde, der Snake um Hilfe bittet. Eine paramilitärische Organisation macht sich in Costa Rica breit, und Snake und seine „Söldner ohne Grenzen“ sollen die Störenfriede vertreiben. Schnell durchschaut Snake aber die wahren Motive des Professors: dieser hat Verbindungen zum KGB, und die „Störenfriede“ sind Truppen der USA, die den Machteinfluss der Amerikaner in Südamerika sichern sollen. Snake ist entsprechend skeptisch, den Auftrag anzunehmen &#8211; schließlich will er es sich nicht mit seinem Heimatland verscherzen und zwischen die Fronten des Kalten Krieges geraten. Bis er auf einem Tonband aus dem Camp der amerikanischen Eindringlinge eine vertraute Stimme hört…</p>
<p>Kojima zieht auch für <em>Peace Walker</em> wieder alle Register und serviert dem <em>Metal Gear</em>-Fan eine ausgereifte Geschichte in zahlreichen, ausgesprochen langen Cutscenes (die allesamt in einem ansehnlichen, animierten Comicstil gehalten sind), nimmt Bezug auf bisherige Teile der Serie, führt neue Charaktere ein und beschert Hardcore-Fans der Reihe einige Überraschungen in Bezug auf Figuren und Ereignisse früherer Spiele. Dennoch kann man diesmal auch als Laie der Hauptstory gut folgen, das normalerweise übliche, verwirrende Namensgewitter bleibt aus. Wer tiefer in das Universum einsteigen will hat dennoch die Möglichkeit, sich durch Stunden von Tonbandmaterial zu wühlen, um <em>Peace Walker</em> vollständig in das <em>Metal Gear</em>-Universum einordnen zu können, das im Laufe der Jahre immer komplexer und unzugänglicher wurde. So wird es endlich auch für Neueinsteiger interessant – besser hätten es die Entwickler kaum lösen können, ohne die Veteranen zu enttäuschen.</p>
<div id="attachment_7182" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/06/MGS-Peace-Walker_02.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-7182" title="Metal Gear Solid: Peace Walker" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/06/MGS-Peace-Walker_02-150x150.jpg" alt="Metal Gear Solid: Peace Walker" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">So sollte man sich vom Gegner nicht überraschen lassen</p></div>
<p>Während die Handlung also an Leichtigkeit gewinnt, bleibt das Gameplay ein schwerer Brocken &#8211; um die Steuerung komplett zu verinnerlichen, muss man schon einiges an Einarbeitungszeit investieren. Immer noch schleicht Snake durch die Level, um unbemerkt seine Missionsziele zu erreichen, das „Hero-Ranking“ belohnt euch sogar nach jeder Mission für vorsichtiges Vorgehen mit Items und anderen freischaltbaren Boni. Um Snake geschmeidig durch die Level zu navigieren, bieten die Entwickler drei Konfigurationen an, die aber allesamt einen Fakt nicht verschleiern können: Wie jedes Action-Spiel auf der PSP schreit auch <em>Peace Walker</em> nach einem zweiten Analogstick. Das Zielen auf Gegner oder die Kontrolle der Kamera sind eine echte Qual und sorgen dafür, dass manches Mal der Frust Überhand nimmt – zum Beispiel, wenn ihr aufgrund der hakeligen Steuerung mal wieder vom Gegner entdeckt werdet und euch das euer Hero-Ranking für die Mission verhagelt. Wie bereits im Handheld-Vorgänger <em>Portable Ops</em> haben sich die Entwickler aber auch in <em>Peace Walker</em> Mühe gegeben, das Beste aus den Steuerungsmöglichkeiten der PSP herauszuholen. Einige überarbeitete Features wie das eingängige Nahkampfsystem gehen sogar wirklich gut von der Hand &#8211; dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass das Spiel auf der Playstation 3 noch einen Tacken mehr Spaß machen würde.</p>
<div id="attachment_7183" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/06/MGS-Peace-Walker_03.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-7183" title="Metal Gear Solid: Peace Walker" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/06/MGS-Peace-Walker_03-150x150.jpg" alt="Metal Gear Solid: Peace Walker" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Mit einem Mitspieler relativiert sich der hohe Schwierigkeitsgrad der Kampagne</p></div>
<p>Ebenfalls an <em>Portable Ops</em> erinnert neben der Steuerung auch das Zwangsrekrutieren gegnerischer Soldaten: habt ihr einen der Opponenten ausgeschaltet, dürft ihr ihn diesmal per Ballon vom Spielfeld in eure Zentrale befördern. Das sieht lustig aus, ist aber äußerst praktisch und erspart euch das manuelle Schleppen der bewusstlosen Körper zum nächsten Truck, wie es in <em>Portable Ops</em> noch lästige Pflicht war. Die auf diese Weise entführten Gegner könnt ihr dann zwischen den Missionen managen und auf Nebenmissionen schicken: dadurch erhaltet ihr vor allem Geld für zusätzliche Ausrüstung. Auf den Verlauf der Kampfhandlungen habt ihr keinen Einfluss, ihr müsst also mit den ausgewürfelten Ergebnissen dieser unsichtbaren Schlachten leben. Andere übernehmen in der Zentrale die Rolle eines Wissenschaftlers oder gar Kochs, was euch beispielsweise das Erforschen neuer Ausrüstung ermöglicht. Dadurch entfacht <em>Peace Walker</em> den Jäger- und Sammlertrieb, und das Mikromanagement und Klicken durch komplexe Menüs zwischen den eigentlichen Einsätzen wird schnell zu einem essentiellen Bestandteil des Spiels. Hardcore-Fans werden sich vielleicht über die neue, zusätzliche Spieltiefe freuen, wer aber eigentlich nur mit Snake durch die Missionen schleichen will, wird von dem ewig langen Geklicke durch Menüs bald genervt sein. Denn auch wenn vieles davon optional ist, so ganz ohne Mikromanagement lässt sich <em>Peace Walker</em> nicht absolvieren &#8211; vernachlässigt ihr das Planen und Forschen zu sehr, wird das ohnehin knackige Spiel im späteren Verlauf nur noch frustrierend schwer.</p>
<div id="attachment_7184" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/06/MGS-Peace-Walker_04.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-7184" title="Metal Gear Solid: Peace Walker" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/06/MGS-Peace-Walker_04-150x150.jpg" alt="Metal Gear Solid: Peace Walker" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Im Team lassen sich sonst unüberwindbare Hindernisse bewältigen</p></div>
<p>Der Schwierigkeitsgrad ist generell etwas, was nicht so recht zu der ohnehin fummeligen Steuerung passen will: besonders die Bosskämpfe gegen riesige Maschinen so groß wie Häuserblocks sind schier Wahnsinn. Wenn man gegen nie enden wollende Gegnerwellen aus Fußsoldaten ankämpft, während man verzweifelt versucht, dem Dauerbeschuss eines Hind-Hubschraubers zu entgehen, fragt man sich unweigerlich, warum man sich das eigentlich antut. Zumal die Checkpoints für ein portables Spiel erstaunlich unfair gesetzt sind &#8211; die meiste Zeit seid ihr gezwungen, eine Mission am Stück durchzuspielen, wollt ihr sie nicht bei einem Abbruch komplett neu beginnen. Das passt vielleicht zu Kojimas Anspruch, einen legitimen fünften Teil der Serie zu erschaffen, so ganz ohne mobile Kompromisse &#8211; für ein Handheld-Spiel ist <em>Peace Walker</em> dann aber doch irgendwie zu viel. Warum der Titel so schwer ist, erschließt sich euch erst, wenn ihr das Spiel kooperativ zu zweit angeht: im lokalen Ad-Hoc-Netzwerk dürft ihr so zu zweit durch die Missionen schleichen, was nicht nur viel Spaß macht, sondern den anspruchsvollen Schwierigkeitsgrad auch erträglicher. Gegen Endgegner dürft ihr sogar zu viert antreten, wodurch <em>Peace Walker</em> das spaßige Jagdgefühl eines <em>Monster Hunter</em> oder <em>Lost Planet 2</em> entwickelt. Warum das Spiel aber den Schwierigkeitsgrad in der Einzelspielerkampagne nicht skaliert, ist ein absolutes Rätsel.</p>
<p>Auf technischer Seite gibt es hingegen keine Beschwerden: Mit seiner besseren Playstation 2-Grafik ist <em>Peace Walker</em> zwar kein Augenschmaus, dennoch sind Leveldesign, Animationen und Effekte durchaus ansehnlich und den meisten anderen PSP-Spielen weit voraus. Besonders der Soundtrack mit der stimmungsvollen Musik, den bekannten Soundeffekten und vielen Stunden Sprachaufnahmen lässt zudem schnell vergessen, dass man hier eine Handheld-Produktion spielt. Wichtig zu wissen: Die gesprochenen Funksprüche während der Einsätze kommen euch nur zu Ohren, wenn ihr Teile des Spiels vorher auf dem Memory Stick installiert. Ihr habt die Wahl zwischen einer kleinen Installation mit 320 MB oder der Komplettinstallation von satten 880 MB, was sich dann aber auch positiv auf die Ladezeiten auswirkt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p><em>Metal Gear Solid: Peace Walker</em> ist genau das, was Fans der Serie erwarten durften: Ein komplexes Epos, das in Sachen Storytelling und Umfang durchaus mit den Teilen für die stationären Konsolen mithalten kann. Leider verschiebt sich der Fokus des Spiels etwas zu sehr in Richtung Mikromanagement und Koop-Gameplay, was Solisten und Fans der frühen Serien-Teile sauer aufstoßen dürfte. Außerdem würde <em>Peace Walker</em> besser funktionieren, wenn es für das Handheld designt worden wäre &#8211; so hat man immer das flaue Gefühl, Sony wollte mit diesem Exklusiv-Deal mit aller Gewalt die PSP pushen. Denn der Titel hätte durchaus das Zeug dazu gehabt, der nächste System Seller für die Playstation 3 zu werden. Auch wenn die Entwickler alles daran gesetzt haben, <em>Peace Walker</em> auch für Neueinsteiger interessant zu gestalten, bleibt das Spiel zudem ein Kuriosum für Hardcore-Fans der Spielereihe. Diese müssen das Spiel natürlich eh haben und werden nicht enttäuscht werden &#8211; alle anderen brauchen aber Nerven aus Stahl und den Willen, sich in das komplexe Gameplay einzuarbeiten. Definitiv nichts für die nächste Fahrt mit der U-Bahn. <em>Simon Weiß</em></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wertung: 8/10</strong></p>
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		<title>Testbericht: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 20:17:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Testberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Metal Gear Solid]]></category>

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		<description><![CDATA[Solid Snake wird alt. Der Urvater des Stealth-Genres ist gezeichnet von tiefen Falten und einer schneeweißen Haarpracht. Das hält seinen ehemaligen Arbeitgeber jedoch nicht davon ab, ihn aus seinem wohlverdienten Ruhestand zu reißen um ihn auf eine letzte Mission zu schicken, die gleichzeitig eine Zeitreise durch seine gesamte Karriere wird. Doch das ahnt der verbitterte alte Mann noch nicht, als er ein letztes Mal für die UN in den Kampf gegen seinen Erzrivalen und Bruder Liquid Ocelot zieht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Solid Snake wird alt. Der Urvater des Stealth-Genres ist gezeichnet von tiefen Falten und einer schneeweißen Haarpracht. Das hält seinen ehemaligen Arbeitgeber jedoch nicht davon ab, ihn aus seinem wohlverdienten Ruhestand zu reißen um ihn auf eine letzte Mission zu schicken, die gleichzeitig eine Zeitreise durch seine gesamte Karriere wird. Doch das ahnt der verbitterte alte Mann noch nicht, als er ein letztes Mal für die UN in den Kampf gegen seinen Erzrivalen und Bruder Liquid Ocelot zieht.</strong></p>
<div id="attachment_4648" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/metal-gear-solid-4-guns-of-the-patriots-2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4648" title="Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/metal-gear-solid-4-guns-of-the-patriots-2-150x150.jpg" alt="Screenshot: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots</p></div>
<p>Das Spiel fasst sich in einem kurzen Satz selbst zusammen: Was Öl für das 20. Jahrhundert war, wird Krieg für das 21. Jahrhundert sein. In naher Zukunft führen Privatarmeen aus Söldnern fast jeden Krieg auf der Erde. Stehende Heere gibt es so gut wie keine mehr, jedes Land nutzt die „Mietsoldaten“ um seine Interessen durchzusetzen. Die mächtigen Konzerne dahinter verdienen gut daran und überlassen nichts dem Zufall: Jeder Pulsschlag, jede Gefühlsregung der Kämpfer auf dem Schlachtfeld wird elektronisch überwacht und gesteuert. Klar, dass so ein gewaltiges Machtinstrument nicht in die falschen Hände geraten darf. Natürlich kommt es aber doch dazu: Die fünf mächtigsten Konzerne gehören zu einem komplexen Kartell, dass geschlossen nach mehr Macht strebt. Der Drahtzieher hinter der Bühne ist kein geringerer als Liquid Ocelot, der Zwillingsbruder und Erzfeind des loyalen Solid Snake. Die UN fürchtet seine Macht und glaubt, das Liquid damit nichts Gutes anfangen will. Also muss Snake ein letztes Mal ran, um den Oberbösewicht zu stoppen.</p>
<div id="attachment_4655" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/metal-gear-solid-4-guns-of-the-patriots-9.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4655" title="Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/metal-gear-solid-4-guns-of-the-patriots-9-150x150.jpg" alt="Screenshot: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots</p></div>
<p>Hideo Kojima, der geistige Vater und Produzent der <em>Metal Gear</em>-Saga, hat das Geschichtenerzählen nicht verlernt und lässt es sich nicht nehmen, die Story von <em>Metal Gear Solid 4</em> in bester Hollywood-Manier von einem Höhepunkt zum nächsten zu jagen. Hollywood ist hier generell Programm: Kaum ein Spiel wurde je mit so langen und zahlreichen Zwischensequenzen erzählt wie <em>Metal Gear Solid 4</em>. Streckenweise erinnert der Titel mehr an einen interaktiven Film als an ein waschechtes Spiel. Hierauf muss man sich einlassen können: So manche Sequenz dauert gut und gerne eine Stunde, bevor man das Pad wieder in die Hand nehmen darf. Wer nicht die Geduld verliert, wird aber mit einem intelligenten Plot belohnt, der es in sich hat. Kojima schickt den Spieler auf eine Zeitreise durch die Serie, die wie eine Ruhestandsparty für Snake anmutet. Und alle Bekannten schauen vorbei: Der Cyborg Ninja, Meryl, Naomi, Raiden… Nicht zu vergessen Snakes Weggefährte Otacon, der ihn auch auf dieser Mission begleitet und mit Infos und Gerätschaften versorgt. Zu Beginn überlässt er Snake den kleinen Roboter namens „Metal Gear Mk. II“: Diese Felddrone dient als Menü und Werkzeug. Mit ihm lassen sich Areale ausspähen und sogar Feinde mit einem Elektroschock lähmen.</p>
<div id="attachment_4649" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/metal-gear-solid-4-guns-of-the-patriots-3.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4649" title="Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/metal-gear-solid-4-guns-of-the-patriots-3-150x150.jpg" alt="Screenshot: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots</p></div>
<p>Für alle, die bisher nichts von <em>Metal Gear</em> mitbekommen haben: Die Serie gilt als Begründer des Stealth-Genres, es geht also darum, sich seinem Missionsziel möglichst lautlos und unerkannt zu nähern. Kein Wunder, dass der alte Solid Snake darin reichlich Erfahrung hat: Unser Held bewegt sich so agil wie am ersten Tag. Um unerkannt zu bleiben, hilft ihm sein neuer Kampfanzug: Dieser nimmt automatisch die Muster und Farben der Umgebung an, sobald Snake für einen Moment regungslos verharrt. Eine Prozentzahl in der Ecke gibt an, wie gut seine aktuelle Tarnung ist. Kojima hat gelernt und mit diesem Feature die Fans von dem lästigen Verkleiden und Tarn-Make Up des Vorgängers befreit. Snake kommt wieder zügiger voran, ohne dass man sich als Spieler um jede Kleinigkeit kümmern muss. Ebenfalls ein nützliches Gadget ist das Solid Eye, eine Art Augenklappe. Mit ihr kann Snake leichter zwischen Freund und Feind unterscheiden, sieht Bewegungen in seiner Umgebung und findet dank Markierung auch gut versteckte Waffen. Ein paar neue Bewegungen gibt es auch zu bestaunen: So rollt sich unser Held auf den Rücken, um Granaten weiter werfen zu können. Hält er Gegnern eine Waffe vors Gesicht, heben diese ängstlich die Hände und lassen sich nach Gegenständen und Waffen durchsuchen. Danach schickt Snake sie mit einem beherzten Schlag ins Reich der Träume. Ein neuer, wichtiger Charakter ist Waffenhändler Drebin: Dieser unparteiische Geschäftsmann verkauft nicht nur Waffen, sondern schaltet auch die gefundenen Schießeisen der Söldner frei. Die meisten Waffen, die Snake auf dem Schlachtfeld findet, sind nämlich an die Identität ihres Trägers gebunden und lassen sich von Fremden nicht auslösen. Selbstverständlich befreit euch Drebin gegen ein kleines Entgelt auch von diesem Problem.</p>
<p>Es ist, als sei man nie weg gewesen: Snake steuert sich immer noch genau so intuitiv wie eh und je. Auch Anfänger drücken Instinktiv den richtigen Knopf, wollen sie eine Aktion ausführen. Es ist schlicht und ergreifend erstaunlich, wie es Kojima geschafft hat, ein derart komplexes Spiel so leicht bedienbar zu machen. Es scheint, als klebe Snake förmlich an dem Pad, während er durch die riesigen Areale schleicht. Generell ist zwar auch <em>Metal Gear Solid 4</em> sehr linear, dennoch hat man als Spieler meist mehrere Möglichkeiten, um von A nach B zu gelangen. Die Schauplätze sind dabei immer stimmungsvoll und abwechslungsreich, was die dichte Atmosphäre gelungen unterstützt.</p>
<p>Erstmals darf ein Spiel der <em>Metal Gear</em>-Reihe auch online gespielt werden: Konami war großzügig und hat <em>Metal Gear Online</em> gleich mit auf die Disc gepackt. Ursprünglich war <em>MGO</em> als eigenständiger Titel geplant, allerdings wurde das Konzept noch einmal überdacht: Das enthaltene Spiel ist eine Art Starter Pack und besteht aus fünf Maps und fünf Spielmodi. Im Laufe der Zeit soll <em>MGO</em> dann durch herunterladbaren Inhalt zu einem eigenständigen Titel ausgebaut werden. Auch hier ist Schleichen natürlich Trumpf: In den verschiedenen Teamspielen geht es stets darum, sich möglichst unbemerkt seinen Widersachern zu nähern und in der Gemeinschaft verschiedene Aufgaben zu lösen. Wer es weniger heimlich mag, darf sich auch im klassischen Deathmatch die blauen Bohnen um die Ohren jagen.</p>
<div id="attachment_4651" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/metal-gear-solid-4-guns-of-the-patriots-5.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-4651" title="Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/metal-gear-solid-4-guns-of-the-patriots-5-150x150.jpg" alt="Screenshot: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Screenshot: Metal Gear Solid 4: Guns of the Patriots</p></div>
<p>Was ein Film sein will, muss auch wie einer aussehen: Das haben sich die Entwickler wohl auch gedacht und alle technischen Register gezogen, die die Hardware derzeit hergibt. Nicht eine unscharfe Textur beleidigt das Auge, jedes Detail – und sei es nur ein Rest Tapete an einer zerstörten Hauswand – sieht absolut authentisch aus und wurde mit viel Liebe gestaltet. Die Gesichtsanimationen sind ein Traum, jede Gefühlsregung der Akteure ist in ihren Augen abzulesen. Snake ist ein weiser Mann mit viel Charakter: Seine Bewegungen sind fließend und butterweich animiert. Es macht einfach Spaß zuzusehen, wenn er sich mal wieder den Rücken hält und stöhnt, weil er zu lange in der Hocke ausharren musste. Oder er zündet sich eine Zigarette an und genießt jeden Zug, während er entspannt aber ernst den Blick schweifen lässt. Die klangliche Inszenierung gibt sich da keine Blöße: Auch der Surround-Sound ist fein aufgelöst und wurde unheimlich dynamisch und kraftvoll abgemischt. Die englischen Synchronstimmen liefern wieder mal eine schauspielerische Glanzleistung ab und hauchen ihren Figuren Leben ein. Und wenn dann auch noch die vertrauten Geräusche ertönen – etwa wenn man von einem Gegner entdeckt wird oder einen Gegenstand einsammelt – fühlt man sich endgültig in seine Jugend und an den Anfang dieser großartigen Saga zurückversetzt. Nur, dass dieser Teil wohl endgültig das Ende bedeutet.<!-- contentDetection end --></p>
<p><strong>Fazit</strong></p>
<p>Was für ein Finale! Snake ist auf seine alten Tage alles andere als eingerostet und verabschiedet sich mit einem Knall. Die Story strotzt vor Querverweisen und erzählt vieles aus den Vorgängern zu Ende. Aber auch Einsteiger kriegen einen spannenden Plot geboten, der keine Vorkenntnisse verlangt. Die Präsentation und das nach wie vor schnörkellose Gameplay sorgen schließlich dafür, dass <em>Metal Gear Solid 4</em> zu einem Denkmal reift. Ein Denkmal für eine Serie, die wie kaum eine andere das Videospiel als Kulturgut etabliert hat. <em>Simon Weiß</em></p>
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