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	<title>Videospielkultur.de &#187; Uncharted 2</title>
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	<description>Das Magazin für Videospielkultur</description>
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		<title>Kolumne: Werden wir je glauben was wir sehen?</title>
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		<pubDate>Fri, 22 Jan 2010 20:22:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias</dc:creator>
				<category><![CDATA[Artikel]]></category>
		<category><![CDATA[Avatar]]></category>
		<category><![CDATA[Call of Duty]]></category>
		<category><![CDATA[Uncharted 2]]></category>

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		<description><![CDATA[Drei Wochen ist das Jahr 2010 bereits alt, und so wird es auch für mich Zeit, einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2009 zu wagen. Nun soll dies allerdings nicht in einer Auflistung der bemerkenswertesten Momente geschehen, sondern eher einer Auseinandersetzung mit der visuell-technischen Entwicklung weichen. Eher der Frage nachkommen: Was haben wir im letzten Jahr alles <em>gesehen</em>?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Drei Wochen ist das Jahr 2010 bereits alt, und so wird es auch für mich Zeit, einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2009 zu wagen. Nun soll dies allerdings nicht in einer Auflistung der bemerkenswertesten Momente geschehen, sondern eher einer Auseinandersetzung mit der visuell-technischen Entwicklung weichen. Eher der Frage nachkommen: Was haben wir im letzten Jahr alles <em>gesehen</em>?</strong></p>
<div id="attachment_5673" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/01/Full-HD-Logo.jpg" target="_blank"><img class="size-full wp-image-5673 " title="Full HD Logo" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/01/Full-HD-Logo.jpg" alt="Full HD Logo" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Full HD: Schöne neue (Spiele-)Welt?</p></div>
<p>Das Fundament für eine neue Dimension des Visuellen wurde bereits einige Jahre zuvor mit High Definition gelegt, erschwinglich und damit massentauglich wurde diese Technik allerdings erst in den vergangenen zwei Jahren. Plasma-, LCD- und mittlerweile auch LED-Fernsehgeräte erhalten – sichergestellt durch die Industrie – auch Einzug in Wohnzimmer von Menschen ohne ausgeprägten Sinn für 1080p. Mitzieher und Gewinner einer vorausgehenden Formatschlacht ist die BluRay, die nicht zuletzt durch die sinkenden Preise der Abspielgeräte, der PlayStation 3 und der Medien selbst ihre Daseinsberechtigung langsam erfüllen kann. Auch der sehr verhaltene Ausstrahlungsbeginn einiger weniger Fernsehsender in hochauflösender Qualität brüllt förmlich: HD für alle!</p>
<p>Ein Quantensprung? Nun, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Qualitätsfetischisten wollen seit der ersten BluRay keine DVD mehr sehen, andere sehen kaum einen bemerkenswerten Unterschied. Und doch, lässt man sich auf diesen Wandel ein und würdigt ihn gebührend mit noch mehr Freude am Home Entertainment, sind es vor allem die Details, die dem Konsumenten ins Auge springen. Freilich sind störfreie Bilder, knallige und satte Farben nett anzusehen, ein Film- oder Spielerlebnis auf einem großen Breitbildfernseher zweifellos intensiver als auf einer kleinen Röhre. Und genau das soll Unterhaltung doch sein: ein Erlebnis.</p>
<div id="attachment_4970" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/drake-running-on-ice-wall.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-4970 " title="Uncharted 2" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/drake-running-on-ice-wall-150x150.jpg" alt="Die Kletterpartien sind spaßig, aber nicht sehr fordernd" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Uncharted 2 verwischt die Grenze zwischen Film und Spiel...</p></div>
<p>Nicht nur die Technik zur Darstellung konnte sich vor allem im letzten Jahr festigen, sondern eben auch die von ihr dargestellten Medien. Videospiele und Filme zeigten sich in Bestform, denn zumindest im punkto visuelle Qualität gab es ordentlich was auf die Augen. Mit <em>Uncharted 2</em> erschien der erste Titel, der die Hardware der PlayStation 3 an die Spitze trieb und dabei einfach unbeschreiblich gut aussah, <em>Forza 3</em> forderte die letzten Reserven der Xbox 360 heraus, <em>Modern Warfare 2</em> glänzte nicht nur auf den Konsolen, sondern auch auf dem heimischen PC. Das Kino lockte mit fantastischen Special-Effects-Feuerwerken wie <em>Star Trek, Transformers 2, District 9, 2012</em> oder jüngst <em>Avatar</em>. Angesichts dieser Masse an zumindest optisch hochwertigen Produktionen fragt man sich schon, was eigentlich noch verbesserungswürdig erscheint. Und ich mich: Werden wir jemals glauben was wir sehen?</p>
<p>Sein wir ehrlich: <em>Avatar</em> sah schon verdammt gut aus – in 3D wie auch in 2D. Was uns James Cameron hier bietet, haben viele vor ihm versucht – danke George Lucas – aber keiner war dabei so erfolgreich, eine fremde Welt halbwegs glaubwürdig zu inszenieren. Denn darum geht es doch, um die Glaubwürdigkeit, die Überzeugungskraft. Ohne sie bleibt ein Film ein Film, ein Spiel ein Spiel. Doch kann es überhaupt eine nächste Ebene geben? Können wir glauben was wir sehen, oder andersherum: Sehen wir das, was wir glauben?</p>
<div id="attachment_4469" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/call-of-duty-4-1.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-4469 " title="Call of Duty 4: Modern Warfare" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/09/call-of-duty-4-1-150x150.jpg" alt="Screenshot: Modern Warfare" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">...Call of Duty: Modern Warfare 2 beeindruckt mit spektakulären Effekten...</p></div>
<p>Zugegeben, die letzte Frage bedarf einer gewissen Erläuterung, um sie in dieser Form stellen zu dürfen. Denn natürlich sehen wir das was wir glauben, zumindest in unserer subjektiven Wahrnehmung. Wenn es nun allerdings um die Unterhaltungsmedien geht die wir konsumieren, muss die Frage eigentlich unausweichlich mit einem „Nein“ beantwortet werden. Keiner von uns hegt die Erwartung, ein Videospiel zu starten und die Realität zu spielen, ebenso wenig einen Science-Fiction-Film zu sehen und zu verlangen, die Wahrheit zu sehen. Unsere Unterhaltung basiert auf Fiktion, auf purer Inszenierung und dem Befriedigen gewisser Sinne. Auch wenn wir die vermeintliche Wahrheit abgebildet bekommen, so bleibt lediglich ein Abbild, bestehend aus Kulissen mit Schauspielern oder riesiger Welten bestehend aus Polygonmodellen. Dessen sind wir uns bewusst – weder schießen wir auf echte Menschen, noch ist der Darsteller des Fieslings im Film wirklich vor unseren Augen gestorben.</p>
<p>Hinzu kommt die Latenz, also die Zeitverzögerung. Denn selbstverständlich wohnen wir im Kino nicht (oder höchst selten) einem live aufgeführten Schauspiel bei, noch ist die Story bei Singleplayer-Spielen auf jeder Spieleplattform anders. Alles das, was wir sehen wurde bereits vor geraumer Zeit aufgezeichnet und auf eine Datenscheibe, respektive Filmrolle gepresst. Ein Konstrukt basierend auf Drehbüchern und Einfällen diverser beteiligter Personen.</p>
<p>Fazit dieses Gedankens: Wir konsumieren Unterhaltungsmedien – hier beschränkt auf Videospiel und Film – von denen wir wissen, dass sie nicht „echt“ sind. Sie sind maximal Abbild der Realität, nicht aber die Wirklichkeit selbst. Ein Produkt, das wir uns zu Gemüte führen, um Unterhaltung zu erleben, ohne den Anspruch daran haben zu müssen, dass das was wir sehen auch tatsächlich existiert. Auch wenn die Effekte noch so überzeugend, ja man möchte sagen <em>echt</em>, aussehen, wissen wir doch, dass es keine drei Meter großen blauen menschenähnlichen Wesen auf einem Planeten namens Pandora gibt. Wir sehen also auf dem Bildschirm nicht das, was wir auch tatsächlich <em>glauben</em>.</p>
<div id="attachment_5625" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/01/Avatar_02.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-5625 " title="Avatar" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2010/01/Avatar_02-150x150.jpg" alt="Die Steuerung der Flugabschnitte ist gewöhnungsbedürftig" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">...während Avatar das erste Videospiel überhaupt ist, das auch in 3D gespielt werden kann.</p></div>
<p>Nun meine Ausgangsfrage: Werden wir je glauben, was wir sehen? Mit dem vorangehenden Text ist sie zwar an sich schon geklärt, denn mit dem Bewusstsein über das Medium das wir konsumieren, können wir nicht wirklich glauben was wir sehen, doch ist auch hier eine kurze Auseinandersetzung vernünftig. Auch wenn ich jetzt behaupte, dass sich jeder Konsument über die Unechtheit des Gesehenen bewusst ist, muss das nicht zwangsläufig der Wahrheit entsprechen, bzw. der einzige Gesichtspunkt sein. Wichtig ist nämlich hierbei der Verbraucher selbst, und mit ihm seine individuelle Gabe der Vorstellungskraft – der Fantasie wenn man so mag. Auch wenn uns bei audiovisuellen Medien die Arbeit der eigenen Interpretation des Gesehenen meist abgenommen wird, kann man sich in eine dargestellte Welt durchaus einfühlen, sich vorstellen, dass sie tatsächlich existiert. Daraus entsteht nun eine weitere Frage, die hier nun allerdings jedem selbst überlassen sein soll: Wird diese Vorstellung im Kopf zur Realität?</p>
<p>Meiner Auffassung nach steht das Jahr 2009 synonym für eine kleine technische Revolution. Nicht nur, dass sich die <em>Darstellungsmedien</em> (Fernseher, BluRay) maßgeblich in Richtung HD und 3D ausrichten und damit für ein „mittendrin-statt-nur-dabei“-Gefühl sorgen, sondern auch, dass die <em>dargestellten Medien</em> (Filme, Spiele) in ihrer Überzeugungskraft durch bessere Grafik oder Special Effects steigen, deuten nur an was in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird. Das Holodeck rückt näher, und bei seiner Veröffentlichung sollten wir uns der Frage dieses Artikels vielleicht noch einmal widmen. <em>Tobias Czullay</em></p>
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		<title>Testbericht: Uncharted 2 &#8211; Among Thieves</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Oct 2009 18:07:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Testberichte]]></category>
		<category><![CDATA[Uncharted 2]]></category>

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		<description><![CDATA[Indiana Jones ist bereits ganz schön in die Jahre gekommen, selbst Lara Croft hat ihren jugendlichen Charme fast gänzlich eingebüßt. Deshalb schickte Sony 2007 mit <em>Uncharted</em> ein neues Franchise in den Kampf um die Abenteuer-Krone, zu Recht mit großem Erfolg und von der Presse gefeiert. Doch kann der Nachfolger die Serie weiter voranbringen und genau so begeistern wie vor zwei Jahren? Oder hat Held Drake wie seine Kollegen bereits Staub angesetzt?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Indiana Jones ist bereits ganz schön in die Jahre gekommen, selbst Lara Croft hat ihren jugendlichen Charme fast gänzlich eingebüßt. Deshalb schickte Sony 2007 mit <em>Uncharted</em> ein neues Franchise in den Kampf um die Abenteuer-Krone, zu Recht mit großem Erfolg und von der Presse gefeiert. Doch kann der Nachfolger die Serie weiter voranbringen und genau so begeistern wie vor zwei Jahren? Oder hat Held Drake wie seine Kollegen bereits Staub angesetzt?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>„Oh ja, das ist mein Blut. Und zwar eine ganze Menge davon.“ Bereits der Einstieg in <em>Uncharted 2</em> ist dramatisch: Held Drake erwacht blutüberströmt aus tiefer Bewusstlosigkeit. Wo ist er? Er schaut aus dem Fenster eines Eisenbahnwaggons und erinnert sich. Der Zug! Dumm nur, dass sein Waggon nicht mehr auf einer Schiene fährt, sondern mitten in einem Schneesturm von einer schwindelerregend hohen Klippe hängt. Die knarzenden Geräusche verheißen nichts Gutes, also klettert unser Held trotz schwerer Verletzungen um sein Leben, um wieder festen Boden unter seine wackeligen Füße zu bekommen.</p>
<div id="attachment_4968" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/2.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-4968" title="Uncharted 2" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/2-150x150.jpg" alt="Drakes Begleiterin Chloe gehört zu den mysteriösesten Charakteren" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Drakes Begleiterin Chloe gehört zu den mysteriösesten Charakteren</p></div>
<p>Aber wie ist er in diese Situation geraten? Wie so oft hatte alles so friedlich und harmlos angefangen. Der Protagonist erinnert sich, das Spiel spult zurück. Während Drake die Sonne und den Meerblick in seiner kleinen Strandhütte genießt, kommt ihn sein alter Freund Harry Flynn besuchen, der in Begleitung seiner Freundin ist, einer schwarzhaarigen Schönheit namens Chloe. Das Schatzjägerpärchen hat von einem geheimnisvollen Unbekannten den Auftrag erhalten, etwas aus einem Museum in Istanbul zu stehlen: Eine alte Öllampe, die einst im Besitz von Marco Polo war. Auf den ersten Blick wertlos, entschlüsseln die drei schnell das Geheimnis der mysteriösen Lampe: In Wirklichkeit weist sie den Weg nach Shangri-La, jenen sagenumwobenen Ort in Tibet, der nach alten Überlieferungen wertvolle Artefakte und mystische Kräfte birgt. Und plötzlich steckt in dem vermeintlich alltäglichen Auftrag viel mehr, und auch Drake, der sich eigentlich schon zur Ruhe gesetzt hat, kann seinem Entdeckerdrang nicht widerstehen.</p>
<p>Die Story ist der eigentliche Star von <em>Uncharted 2</em>: Das Spiel fühlt sich an wie ein guter Abenteuerfilm zum Anfassen. In zahlreichen Zwischensequenzen kann man beobachten, wie sich die Beziehungen der Charaktere untereinander weiterentwickeln und viele, unvorhergesehene Wendungen den Ausgang des Abenteuers bis zum Schluss offen lassen. Beeindruckend ist dabei besonders die lebensnahe Animation der Charaktere: Jeder Gesichtszug wurde so liebevoll animiert, dass selbst Gefühle wie Hohn, Unsicherheit und Misstrauen deutlich zu sehen sind. Dadurch fällt die Identifikation mit dem Protagonisten noch intensiver aus als im Vorgänger, der bereits damals auf eine dichte Atmosphäre und ausgereifte Charaktere wert gelegt hatte. Auch einige Charaktere aus dem ersten Teil sind übrigens wieder mit von der Partie: Fans der ersten Stunde fühlen sich deshalb so, als wären sie nie weg gewesen.</p>
<div id="attachment_4970" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/drake-running-on-ice-wall.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-4970" title="Uncharted 2" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/drake-running-on-ice-wall-150x150.jpg" alt="Die Kletterpartien sind spaßig, aber nicht sehr fordernd" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kletterpartien sind spaßig, aber nicht sehr fordernd</p></div>
<p>Apropos Vorgänger: Die Entwickler von Naughty Dog sind mit ihrem neuesten Werk kein Risiko eingegangen. Von Anfang an fühlt sich <em>Uncharted 2</em> wie der erste Serienteil an. Das liegt besonders am nahezu unveränderten Gameplay: Immer noch mutet Drakes Abenteuer wie eine Mischung aus <em>Tomb Raider</em> und einem modernen Third Person-Shooter an. In schöner Gleichmäßigkeit wechseln sich daher recht simple Kletterpassagen mit teils unsagbar schweren Schießereien ab. Selbst auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad werden letztere garantiert auch gestandenen Spielern nicht nur einmal die Zornesröte ins Gesicht treiben. Besonders ärgerlich: Das frustrierende Deckungssystem. Auf Knopfdruck soll Drake entweder in Deckung gleiten oder durch einen Hechtsprung feindlichem Beschuss entkommen. Immer wieder passiert es jedoch leider, dass ihr statt in die schützende Deckung in einen gähnenden Abgrund rollt und vom letzten Checkpoint starten dürft.</p>
<p>Hier liegt auch eine der wenigen Schwächen des Titels: Wie im ersten Teil macht es den Anschein, als hätten sich die Entwickler nicht zwischen Casual- und Hardcore-Spielern als Zielgruppe entscheiden können. Denn während die Geschicklichkeits- und Rätseleinlagen eher wie ein „<em>Tomb Raider light</em>“ anmuten und Fans von Lara Croft vor keine ernste Herausforderung stellen dürften, verlangen die Action-Passagen dermaßen viel Pad-Akrobatik, dass diese den durchschnittlichen Fan seichter Videospielunterhaltung im ersten Anlauf heillos überfordern werden. Schade, dass Naughty Dog diese Schwächen im Balancing im zweiten Teil nicht behoben hat und nicht versucht hat, den Anspruch beider Spielelemente in der Mitte anzunähern.</p>
<div id="attachment_4969" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/arm-lock.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-4969" title="Uncharted 2" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/arm-lock-150x150.jpg" alt="In Nahkämpfen müsst ihr schnell reagieren" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">In Nahkämpfen müsst ihr schnell reagieren</p></div>
<p>Doch all diese Schwächen verzeiht man <em>Uncharted 2</em> schnell, denn die bombastische Präsentation und das abwechslungsreiche Spieldesign lassen einen aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Das Spiel ist so temporeich inszeniert und lückenlos spannend, dass man das Pad bis zum Abspann nicht aus der Hand legen will. Immer wieder sorgen abwechslungsreiche Passagen für schweißnasse Hände: Beispielsweise dann, wenn Drake sich durch ein tibetanisches Dorf kämpft und dabei von einer Deckung zur nächsten hechtet, um dem Beschuss eines feindlichen Panzers zu entgehen. Oder er beim Einbruch in ein türkisches Museum vor alarmierten Wachen flieht und ihr als Spieler für jede Entscheidung nur Bruchteile einer Sekunde zugestanden bekommt. Die oben genannten Kritikpunkte werden so zu kleinen Ärgernissen, die dem Spielspaß aber nicht ernsthaft etwas anhaben können.</p>
<p>Ebenfalls eine Erwähnung wert: Obwohl die Story von <em>Uncharted 2</em> vollkommen fiktiv ist, so sind doch einige Anspielungen auf historische Fakten rund um Tibet und Shangri-La vorhanden, die Kennern der Materie immer wieder ein Schmunzeln entlocken. So trifft Drake während seiner Expedition beispielsweise auf einen gewissen „Ernst Schäfer“ und entdeckt in einer Höhle Aufzeichnungen der Organisation „Ahnenerbe“: Die Suche nach diesen Begriffen bei Wikipedia fördert hier Erstaunliches zutage. Doch untermauern diese Anspielungen nicht nur das authentische Flair des Spiels, sie wirken auch wie eine Hommage an Indiana Jones: Schließlich haben die Nationalsozialisten in den Abenteuern des Archäologen mit dem Schlapphut immer eine wichtige Rolle gespielt.</p>
<div id="attachment_4974" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/shootin-shield-down.jpg" target="_blank"><img class="size-thumbnail wp-image-4974" title="Uncharted 2" src="http://www.videospielkultur.de/medien/2009/10/shootin-shield-down-150x150.jpg" alt="Gegen gut geschützte Gegner helfen nur Granaten" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Gegen gut geschützte Gegner helfen nur Granaten</p></div>
<p>Um das Gesamtpaket abzurunden, haben die Entwickler von Naughty Dog <em>Uncharted 2 </em>einen umfangreichen Multiplayer-Part spendiert. Hier steht die Action im Vordergrund, das Klettern ist hier nur Mittel zum Zweck. In zahlreichen verschiedenen Spielmodi könnt ihr gegen andere Spieler antreten oder einzelne Abschnitte des Hauptspiels kooperativ zu dritt bestreiten. Bei den kompetitiven Modi findet ihr überwiegend gewohnte Kost: King of the Hill, Deathmatch, Capture the Flag… Es ist für neue Spiele heutzutage schwer etwas zu bieten, was die Spieler nicht schon irgendwo anders gesehen haben. Dennoch kann auch der Mehrspielermodus länger motivieren, denn ein Rangsystem und die Möglichkeit, mit verdientem Geld sein Alter Ego aufzurüsten, fördern den „Jäger und Sammler“-Trieb. Auch die technische Umsetzung ist gelungen, das Matchmaking-System funktioniert hervorragend und Lags oder leere Server sind so gut wie nicht auszumachen.</p>
<p>Wie bereits erwähnt ist <em>Uncharted 2 </em>besonders in technischer Hinsicht ein absoluter Vorzeigetitel: Butterweiche Animationen, gestochen scharfe und detailreiche Texturen gepaart mit schönen Effekten wie Tiefenunschärfe, Licht- und Schattenspielereien sowie eine unglaubliche Weitsicht sorgen ab der ersten Minute für ungläubiges Staunen. Die gekonnte Inszenierung sorgt zusätzlich dafür, dass man tatsächlich des Öfteren vergisst, dass <em>Uncharted 2</em> ein Spiel ist und kein Spielfilm – ein Prädikat, mit dem sich nicht viele Titel schmücken können.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p><em>Uncharted 2</em> ist die logische Fortsetzung des Vorgängers. Mehr Bombast, mehr und feiner ausgearbeitete Charaktere, ein paar neue Waffen und nicht zuletzt eine nochmals deutlich aufpolierte Präsentation: Naughty Dog ist kein Risiko eingegangen und liefert ein erstklassiges Action-Spiel ab, dass seinen Serienvorgänger in fast allen Punkten noch mal übertrifft. Auch wenn es die Schwächen des ersten Teils &#8211; wie das unausgegorene Balancing und eine oft hakelige Steuerung &#8211; ebenfalls in den Nachfolger geschafft haben, so ist <em>Uncharted 2</em> doch einer der Titel, die jeder Besitzer einer Playstation 3 im Regal haben sollte. Denn obwohl Drake mehr oder weniger auf der Stelle tritt, ist er den meisten seiner Genre-Kollegen doch in vielerlei Hinsicht immer noch einige Schritte voraus. <em>Simon Weiß</em></p>
<p style="text-align: center;"><strong>Wertung: 9/10</strong></p>
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