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28. 08. 2010

Vorschau: Trapped Dead

Ursprünglich machten die Entwickler von Trapped Dead ja eher Kinderspiele und Lernsoftware. Doch dann packten sie sich an den Hut, fassten sich ein Herz und begannen die Arbeiten an einem waschechten Zombiespiel. Auf der Gamescom warfen wir jetzt einen Blick auf eine fortgeschrittene Fassung des Spiels.

Die Geschichte von Trapped Dead ist so tiefgründig wie in jedem anderen Zombiefilm oder Spiel. Zwei Studenten wollen Party machen, doch ihr Wagen bleibt in einer verödeten Stadt liegen und irgendwie sind die Leute nicht so ganz normal. Einer beißt sogar wie wild um sich und verletzt dabei einen des lernenden Volkes. Ärgerlich. Immer dieser Spinner. Also macht man sich auf zum nächsten Krankenhaus, um einen Arzt zu finden. Doch irgendwie verhalten sich auch die anderen Bewohner ein wenig, nun, seltsam. Scheinbar haben sie Hunger nach Fleisch.

Auch im Krankenhaus ist die Hölle los. Doch schließlich findet man einen Arzt – und der erschießt mal eben den besten Kumpel, weil der ja gebissen wurde. Damit ist klar, wohin die Reise geht: Raus aus dieser verdammten Stadt. Vielleicht ist der Rest der Welt ja heil geblieben. Das wird in Trapped Dead nämlich, so wie in jedem guten Horrorstreifen, offen gelassen.

Das Gameplay ist taktischer Natur. Die Zombies sind nicht allzu schnell und sollen es auch in der finalen Fassung nicht sein. Sie überzeugen mehr durch ihre unsägliche Masse. Taktik ist deshalb angebracht, weil die Munition in der Stadt dann doch sehr stark begrenzt ist. Im Verlauf der Spielzeit schließen sich immer mehr Figuren dem Spieler an. Insgesamt wird es acht spielbare Charaktere geben, die allesamt über verschiedene Fähigkeiten verfügen. Jedoch darf man nicht alle Kämpfer mit auf die Missionen nehmen, was wiederum Raum für verschiedene Taktiken gibt.

Die Schauplätze, die Missionen und die Charaktere sind dabei stets an irgendwelche Vorlagen angelehnt, die erfahrene Hobby-Horrorfanatiker sofort wiedererkennen dürften. Das Setting ist allgemein sehr stilvoll gehalten und man fühlt sich wie in einem echten B-Movie. Bei der Technik setzen die Entwickler voll und ganz auf die Trinigy Engine, welche zuletzt auch Die Sielder 7 antrieb. Die Folge sind ansehnliche Level und Figuren, die in ihrem Comiclook auch noch etwas hermachen. Lediglich die Animationen waren in der uns gezeigten Fassung noch nicht allzu toll. Zudem Ruckelte das Ganze noch ein wenig. Doch bis zur Veröffentlichung wollen die Entwickler das noch in den Griff bekommen. Beim Sound funktioniert das Spiel in erster Linie über den Soundtrack – und der passt zum Thema.

Ersteindruck:
Mit Sicherheit wird Trapped Dead kein allzu großes Spiel in diesem Sinne. Dafür ist es zu speziell. Taktik und Zombies? Das gab es bisher aber noch nicht und so wird Publisher HeadUp Games eine kleine aber sicherlich dankbare Nische des Marktes bedienen können. Es bleibt abzuwarten, in wie weit sich die Geschichte so entwickeln wird und wie blutig das Ganze noch werden soll. Das 18er Siegel ist ja in jedem Falle angepeilt. Wir sind jedenfalls nach der Präsentation recht angetan und warten, was sich bis zur geplanten Veröffentlichung im November noch so tut. Auch bin ich gespannt, ob die Comicbilder, welche als Zwischensequenzen dienen, wirklich allesamt überzeugen können. - Michael Hoss

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