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05. 11. 2010

EA verklagt die USK

Jetzt geht es rund! Publisher Electronic Arts macht Ernst. Zwar ist in Deutschland Medal of Honor auf den Markt gekommen, doch verweigerte de USK der unzensierten Fassung, wie zu erwarten war, die Freigabe. Das hat jetzt Folgen: Der Publisher reichte jetzt Klage gegen die Stelle zur Altersfreigabe ein. Und daraus könnte sich ein Präzedenzfall entwickeln.

In einer Pressemeldung kündigte das Unternehmen den rechtlichen Feldzug an. Electronic Arts sieht sich dabei im Recht: Filme mit ähnlicher Thematik (Der Soldat James Ryan, Inglorious Basterds) würden schließlich auch ungeschnitten in Deutschland zu haben sein - und dabei ebenfalls explizite Gewaltdarstellungen zur Schau stellen.

"Bei der Entwicklung des Spiels haben wir großen Wert auf eine möglichst realistische, filmartige Darstellung gelegt. Die filmähnliche Grafik präsentiert sich detailreich und beschönigt den Kriegsalltag in keiner Weise. Die Hintergrundgeschichte, in die der Spieler in besonderer Weise eingebettet ist, problematisiert vielmehr das Kriegsgeschehen. Zunehmend zweifeln die Soldaten am Sinn der Befehle, die sie auszuführen haben. Das Spiel folgt der Tradition filmischer Umsetzungen der Kriegsthematik wie beispielsweise Soldat James Ryan oder Inglorious Bastards, die mit teilweise sehr drastischen Gewaltdarstellungen arbeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Nichtkennzeichnung in unseren Augen nicht nachvollziehbar. Hier wird schlicht mit zweierlei Maß gemessen."


Eine Stellungnahme der USK steht noch aus. Die Frage die sich stellt ist, ob EA hier nicht auch ein wenig hofft, sich bei den Spielern wieder einzuschmeicheln. Viele Spieler nehmen es dem Konzern nach wie vor übel, dass er Jahre lang nur Nachfolger produzierte. Wir sind gespannt, wie sich diese Klage am Ende entwickeln wird - es dürfte spannend werden.


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