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19. 05. 2010

Ubisoft eifert EA nach

Nachdem der französische Publisher zuletzt mit rigiden Kopierschutzmaßnahmen für PC-Spiele die Presse negativ beherrscht hat, will man nun anscheinend die Strategie ändern - und nimmt sich dabei Branchenriese EA zum Vorbild.

Mit den Änderungen hat Ubisoft vor allem den Gebrauchtmarkt im Visier: Sowohl Konsolentiteln als auch PC-Spielen werden demnächst Code-Karten für kostenlose Zusatzinhalte beiliegen. Erwirbt nun jemand das Spiel gebraucht, muss er für diese Inhalte zahlen. Ebenfalls von EA kommt die Idee des "Online Passes": Kauft jemand ein gebrauchtes Spiel, muss er knapp 10 Euro für einen Zugang zu den Online-Multiplayerfunktionen zahlen. Auch dieses Modell betrachte man sehr genau, so Ubisofts Geschäftsführer Yves Guillemot gegenüber Investoren.

Ubisofts Versuch, durch strenge Kopierschutzmaßnahmen die Verluste durch Raubkopien im PC-Sektor aufzufangen, stieß bei ehrlichen Käufern auf wenig Gegenliebe, da Online-Zwang und Serverausfälle für tagelange Unspielbarkeit von Titel wie Siedler 7 oder Assassins Creed 2 sorgten - auch im Singleplayer. Jetzt zieht der Publisher die Konsequenz: Der Fokus wird auf Konsolenspiele verlagert, bis zu 77 Prozent des Gesamtumsatzes will das Unternehmen im kommenden Jahr auf Konsolen verdienen.

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