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10. 11. 2009

Weitere Verluste und Stellenstreichungen bei EA

Electronic Arts kommt aus den roten Zahlen nicht heraus: Der zweitgrößte Publisher der Welt hat nun seinen neuesten Quartalsbericht vorgelegt. Dieser weist erneut horrende Verluste aus - mit personellen Konsequenzen für die zahlreichen Entwicklungsstudios des Softwaregiganten.

Der Bericht enthält die Zahlen für die Monate Juli bis September 2009 und weist einen Verlust von 391 Millionen US Dollar aus. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres betrug der Verlust "nur" 310 Millionen US Dollar. Analysten gehen daher davon aus, dass der Gesamtjahresverlust von EA wieder die Milliardengrenze überschreiten wird.

CEO John Riccitiello spielt die Zahlen zwar als "Investitionsverluste" herunter, will aber trotzdem ab sofort einen harten Sparkurs einschlagen: Insgesamt 1500 Mitarbeiter werden demnach bis März 2010 ihre Kündigung erhalten. Erste aufkommende Gerüchte sprechen von besonders harten Einschnitten bei den wenig lukrativen Studios "Visceral Games" (Dead Space, aktuell Dantes Inferno) sowie "EA Mythic" (Warhammer Online).

Trotz Verkaufserfolgen wie den Need for Speed-, Rock Band- oder FIFA-Reihen kommt Electronic Arts nicht aus den roten Zahlen heraus. Daran dürften vor allem experimentelle, neue Marken wie Dead Space oder Mirrors Edge schuld sein. Entsprechend gab EA bekannt, man habe mehr als zwölf neue Spiele mittlerweile eingestampft, ohne jedoch Namen zu nennen. Um wieder in die Gewinnzone zu kommen, will sich der Publisher in Zukunft auf ein kleineres Portfolio konzentrieren.

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