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23. 06. 2010

Testbericht: Demolition Company

Es gibt einen relativ neumodischen Trend im Bereich der Spieleunterhaltung. Simulatoren aller Art überfluten den Markt – und sind dabei sogar noch äußerst erfolgreich. Egal ob es nun um Landwirtschaft, Busfahrer oder aber um Bagger geht: Die Spiele finden ihre Abnehmer und den Hardcore-Markt wundert es fast ein wenig. Jetzt geht mit Demoltion Company auch ein Abriss-Simulator ins Rennen.

Demolition CompanyWorum es geht, das ist schnell erklärt: Große Gebäude wollen abgerissen werden. Inhaltlich sollten Spieler nicht allzu große Wendungen erwarten und sich eher auf das Wesentliche freuen. Nämlich auf das Zerstören. Doch das ist es ja, was Spieler, zumindest laut diverser Medien, angeblich können. Im Karrieremodus wird der willige Käufer erst einmal in das Spiel eingeführt. Da gibt es Lektionen am Presslufthammer und am Ende darf auch die mächtige Abrissbirne zum Einsatz kommen. Auch Explosionen gibt es – dem Sprengstoff sei Dank.

Was spaßig klingt, das ist es auch. Zumindest beim ersten Mal. Soll ein Gebäude zum Einsturz gebracht werden, müssen erst einmal markierte Pfeiler ordentlich per Hand bearbeitet werden. Stockwerk, für Stockwerk. Dass das Ganze in ein wildes Rumgeklicke ausartet, das steht schnell fest. Danach werden dann schwerere Geräte aufgefahren. Dumm nur, dass die Entwickler jede Herausforderung aus dem Spiel genommen haben. Selbst ein Sturz aus unsäglicher Höhe sorgt für keinerlei Verletzungen. Abzug bei den Punkten gibt es nur, wenn zu viele Trümmerteile umherfliegen. Aber selbst das stellt für erfahrene Spieler nach kurzer Eingewöhnungsphase eigentlich kein Problem mehr dar. So vergehen die 24 Missionen recht ereignislos, auch wenn es immer mal wieder neue Geräte zum Ausprobieren gibt.

Demolition CompanyUnd sonst? Sonst ist spielerisch nicht viel los. Noch nicht einmal ein konkurrierendes Abrissunternehmen gibt es. Technisch sieht es auch nicht unbedingt glänzend aus. Die Grafik ist wenig detailreich, doch immerhin zweckmäßig. Und die Licht- & Schatteneffekte können sogar überzeugen. Wirklich ärgerlich ist nur die Physikengine, welche gerne mal zu seltsamen Zwischenfällen neigt. Da fliegen plötzlich Betonplatten wie Gummibälle durch die abgerissene Landschaft. Eine Sprachausgabe gibt es zwar nicht, dafür aber eine brauchbare Geräuschkulisse, was ja auch nicht allzu verkehrt ist. Immerhin: Das Spiel ist relativ leicht modifizierbar, weshalb es in absehbarer Zeit von den Fans der Simulatoren wohl Nachschub geben wird.

Fazit:

Natürlich wird Demolition Company keine neuen Maßstäbe setzen. Das hatte vorab aber wohl auch niemand wirklich erwartet. Doch muss man den Entwicklern zu Gute halten, dass sie sich definitiv auf dem richtigen Weg befinden. Es dauert nicht mehr allzu lange, dann wird aus all den Simulatoren noch das ein oder andere wirklich empfehlenswerte Spiel hervorgehen. Aktuell ist das jedoch noch nicht der Fall, auch wenn der neue Vertreter seiner Zunft deutlich zugelegt hat. Denn schlecht ist das Gebotene nicht. Doch wirklich toll ist es auch nicht. Wer aber schon den Landwirtschafts Simulator gen Himmel lobte, der wird auch mit der Demoliton Company glücklich werden. Zumindest das steht schon jetzt fest. Michael Hoss

Wertung: 5 / 10

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