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26. 08. 2011

Kurzvorschau: Das Schwarze Auge - Satinavs Ketten

Bereits am gestrigen Tage stellten wir euch mit The Second Guest ein durch und durch interessantes Adventure vor. Doch war es nicht der einzige Lichtblick am Himmel der Rätselspiele auf der Gamescom. Da gab es noch ein interessantes Werk. Das Schwarze Auge soll nämlich in ein Adventure gepackt werden.

Screenshot: Das Schwarze Auge: Satinavs KettenEigentlich wird die beliebte Lizenz ja lieber dazu verwertet, Rollenspiele zu bauen. Das war schon vor ewigen Jahren so. Man denke nur an Spiele wie Schattenklinge oder Schatten über Riva. Oder auch an neuere Produktionen, wie zum Beispiel die Drakensang-Reihe. Doch was Daedalic da plant, das geht in eine andere Richtung. Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten soll ein echtes Point & Click Adventure.

Das ist erst einmal ungewöhnlich und sogleich kommt die Frage auf, in wie weit wohl die Grundregeln des Pen & Paper-Rollenspiels integriert wurden. Die Antwort ist: Gar nicht. Nicht direkt zumindest. Das Spiel ist lediglich im Universum von Das Schwarze Auge angesiedelt. Und es wird zahlreiche Anspielungen und für Spieler der Marke auch Anhaltspunkte geben. Eigentlich sogar ein wenig mehr. Beispiel sei hier das Lied von der Bärenbraut. Wer es nicht kennt: Keine Angst, Fans der Marke werden es kennen. Und ja, das Lied kommt im Spiel tatsächlich vor. Es ist sogar geplant, alle Elemente, die für das Spiel geschaffen wurden, in den DSA-Kanon aufzunehmen.

Screenshot: Das Schwarze Auge: Satinavs KettenHauptcharakter von Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten wird Geron sein. Der ist dummerweise unter keinem guten Stern geboren. Ein Seher, der in Gerons Jugend verbrannt wurde, sprach noch vor seinem Tode ziemlich bösartige Worte aus. Nämlich, dass dieser Junge Unglück bringen würde. Alle ins Verderben stürzen würde. Und zeigte dabei ausgerechnet auf Geron. Tja. Pech gehabt. Das Spiel selbst setzt dann einige Jahre später an und Geron versucht erst einmal, seinen ziemlich geschundenen Ruf wiederherzustellen. Irgendwie muss das ja gelingen.

Screenshot: Das Schwarze Auge: Satinavs KettenZahlreiche Kopfnüsse sollen zu knacken sein und auch einige Minispiele wird es geben, so viel steht schon fest. Daedalic zeigte eine ziemlich frühe Version von Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten. Die Kulissen sind, wie man es von Spielen aus dem Entwicklerhause kennt, handgezeichnet und wirklich gelungen. Wenn auch noch etwas spärlich animiert. Doch das wäre uns fast gar nicht aufgefallen, darauf mussten uns die Entwickler selbst aufmerksam machen. Doch wusste man es und bekam erklärt, was noch alles geplant sei, so viel das tatsächlich ins Auge. Jene Szenen, die allerdings schon fertig waren, wirkten richtig stimmig. Auch die Charaktere wurden mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Fans sollen genau das bekommen, was sie auch erwarten – und das werden sie wohl auch, wenn alles glatt geht. Doch davon gehen wir eigentlich aus.

Was die Vertonung angeht, so konnte uns das Gezeigte auch schon mal überzeugen. Gerade die Musik war, soweit vorhanden, schon mal nicht verkehrt. Noch war allerdings nicht alles integriert. Gleiches gilt für die Dialoge. Aber wir sind gespannt, was die Macher da für die finale Version überlegt haben.

Ersteindruck:
Es war die richtige Entscheidung, nicht allzu viel vom Regelwerk in Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten zu integrieren. Die komplexen Mechanismen hätten in dem Spiel wohl nicht wirklich etwas verloren. So steht den Machern auch die volle Konzentration auf die Story zur Verfügung und auf die sind wir schon gespannt. Die Macher verstehen ihr Handwerk und haben jetzt eine mächtige Lizenz an Bord. Das bedeutet im Klartext, dass, sofern am Ende auch Rätsel und finale Optik stimmen, ein toller Rätselspaß bevorsteht. - Michael Hoss

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