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07. 01. 2011

JoWooD muss Insolvenz anmelden

Für JoWooD, einen durchaus bekannten Publisher aus Österreich, hat das neue Jahr nur bedingt gut angefangen. Nein. Das ist falsch. Eigentlich hat es sogar ziemlich schlecht angefangen, denn die Firma musste jetzt vor dem Handelsgericht in Wien die Insolvenz anmelden.

Bereits im letzten Jahr berichteten wir über die finanziellen Probleme von JoWooD. Nun geht das Ganze allerdings in eine etwas härtere Runde. Als Grund für die Insolvenz meldete der Vorstand das Scheitern der internen Umstrukturierung. Dabei hatte JoWooD erst kürzlich recht gute Verkaufszahlen für ArcaniA - Gothic 4 vorlegen können. So verkaufte sich das Rollenspiel im deutschsprachigen Raum in seiner Woche immerhin 30.000 Mal.

Verwunderlich ist die Insolvenz derweil nicht. 24,79 Millionen Euro Verbindlichkeiten hat das Unternehmen noch offen. Und ein reiner Buchwert von 3,74 Millionen Euro reicht dafür nicht aus. Trotzdem ist der Vorstand zuversichtlich, aus der Schieflage noch einmal zu erstarken.

Gerade in den letzten Jahren galt JoWooD unter vielen Spielern nicht unbedingt als zuverlässiger Kandidat. Die Mehr der veröffentlichten Produkte wies massive Fehler auf, was auf eine mangelhafte Qualitätssicherung deutete. Nach dem Zerwurf mit Piranha Bytes verpflichtete die Firma zudem ein indisches Entwicklerstudio, was mit dem offiziellen AddOn zu Gothic 3 ein geradezu gruseliges Werk ablieferte. Die Folge: Vertrauensverlust. Dies scheint nun die Rechnung für jahrelange Schlamperei bei der Qualität zu sein.

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