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16. 08. 2008

Kulturrat erkennt Spiele als Kulturgut an

Der Bundesverband der Entwickler von Computer- und Videospielen, kurz "G.A.M.E.", gab auf seiner Website bekannt, dass sie seit Donnerstag dieser Woche Mitglieder im Deutschen Kulturrat sind.

Dieser Entscheidung gingen lange Diskussionen über die Einordnung der Spieleindustrie gegenüber Musik und Filmen voraus. Letztere waren nämlich in der öffentlichen Wahrnehmung anerkannt, während Video- und Computerspiele ein Nischendasein fristeten. Olag Zimmerman, Geschäftsführer des Kulturrats, wörtlich: "Im letzten Jahr galt es so manchen Strauß auszufechten, wenn es darum ging, deutlich zu machen, dass Computerspiele zum Kulturbereich gehören. Die Aufnahme von G.A.M.E . in die Sektion Film und Audiovisuelle Medien des Deutschen Kulturrates ist ein positives Ergebnis dieser kultur- und verbandspolitischen Debatten und zeigt, dass es sich lohnt für neue Entwicklungen zu kämpfen."

Der Kulturrat begründete seine Entscheidung mit der hohen Zahl an Künstlern, die in der Spielindustrie arbeiten: Grafiker, Komponisten oder auch Drehbuchautoren sind maßgeblich an der Produktion von Spielen beteiligt. Große Entwicklungen wie GTA IV begünstigten die Aufnahme von G.A.M.E. zusätzlich. Der Geschäftsführer von G.A.M.E. zeigt sich zufrieden: "Zum ersten Mal ist ein Verband der Spieleindustrie im kulturellen Politikumfeld institutionell verankert worden. Damit ist unsere Branche endgültig im kulturellen Bereich angekommen. Das ist ein großer Tag für die deutsche Spieleindustrie!"
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