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22. 11. 2010

Microsoft gegen Runen

Wer dieser Tage Call of Duty: Black Ops im Internet gespielt hat (und zwar auf seiner XBox) und dabei als Avatar ein Swastika (Auch bekannt als Hakenkreuz) nutzte, der dürfte sich noch ärgern. Der Grund: Microsoft schließt eben solche Spieler vom Live-Dienst aus, sperrt die Accounts. Und ruft somit Unmut hervor.

Das Hakenkreuz wurde vom Dienst verbannt. Und das rief Proteste hervor. Stephen Tolouse, einer der führenden Köpfe beim Live-Dienst, berichtet auf seinem Blog, dass Leute Gleichberechtigung forderten. Will heißen: Sie wollten, dass auch Davidssterne, christliche Kreuze und vergleichbare Symbole gesperrt werden sollten.

Doch Tolouse merkt dazu an, dass der Schritt nichts mit politischer Korrektheit oder dem Recht auf freie Meinungsäußerung zu tun habe. Microsoft ginge es um Respekt. Er merkt an, dass XBox Live nicht der richtige Ort sei, um seine eigenen Ziele zu verfolgen. Und nicht nur das Hakenkreuz, sondern noch viele weitere Symbole würden gesperrt werden, sobald sie unter die Augen der Aufpasser gerieten.

Er findet harsche Worte für die Kritiker: "Ganz im Ernst: Kein gebildeter Mensch auf Erden würde auf das Swastika schauen und sagen, "Oh, das hat aber rein gar nichts mit Genozid zu tun", auch wenn man dabei außer Acht lässt, dass das Symbol gestohlen bzw. übernommen wurde von Religionen."

Auch gibt er an, dass man über die Zweideutigkeit von Symbolen diskutieren könne. Und Microsoft tue dies auch jeden Tag. Aber in diesem speziellen Fall sei das idiotisch. Die richtige Einstellung, wenn man uns nach unserer Meinung fragt. Zugegeben: Diese Entscheidung ist eindeutig nicht mit dem Recht auf freie Meinungsäußerung vereinbar - doch in wenigen Fällen ist dies auch mal positiv zu werten. Und genau das ist hier der Fall. In diesem Sinne: Daumen hoch, Microsoft.

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