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19. 03. 2011

Wie Improviso eine KI erschaffen will

Der Traum von einer realistisch agierenden künstlichen Intelligenz ist nicht gerade neu. Schon seit Jahren versucht gerade die Spieleindustrie vernünftig handelnde Gegner für die Spieler zu schaffen. Sie versuchen, Menschen zu ersetzen. Doch gelingen will das bisher nicht. Oft scheitert das Vorhaben sogar. Doch Improviso könnte das nun ändern.

Was Improviso ist, das ist schwer zu erklären. Im Prinzip geht es um Improvisation. Der Titel spielt in einer 2D-Welt und lässt die Spieler in einen bestimmten Charakter schlüpfen. Zwei Personen stehen dabei zufällig zur Auswahl. Entweder man wird in den Regisseur oder den Schauspieler eines Low Budget SciFi-Films gesteckt. Das, was dann passiert, basiert auf Diskussion und Interaktion.

Das klingt nun erst einmal ziemlich unspannend und sieht auch so aus. Das beeindruckende an Improviso ist die Technik, die im Hintergrund werkelt. Alle Aktionen, alle Chats und überhaupt alles wird vom Spiel gespeichert und verarbeitet. Denn im Hintergrund arbeitet eine lernfähige künstliche Intelligenz. Eine, die auf lange Sicht gesehen, das Verhalten von Usern nachmachen soll. Eine, die auch verschiedene Verhaltensmuster miteinander abgleichen, vereinen und vermischen soll. Quasi also den Mensch auf Dauer ersetzen kann.

Wer selber am Forschungsprojekt teilnehmen möchte, der sollte der offiziellen Seite einen Besuch abstatten. Wenn ihr im Spiel dann zufällig auf einen Psychopathen trefft, der urplötzlich seine Meinungen und Weltansichten ändert, so seid gewiss, dass die Wahrscheinlichkeit, dass es der Autor dieser Zeilen seien könnte, nicht gerade gering ist.

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