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02. 04. 2007

Testbericht: Theme Park (Nintendo DS)

Theme Park war nicht nur der Urvater aller Vergnügungspark-Simulationen, sondern eines der wenigen Aufbaustrategiespiele, dass es auf Konsolen wie den Sega Megadrive oder Sonys Playstation schaffte. Nun gibt es das Original aus dem Jahre 1994 in einer neuen Version für den Nintendo DS.

Ganz wie in der Urversion ist es auch auf dem Nintedo DS ihre Aufgabe, Vergnügungsparks in unterschiedlichen Ländern zu errichten und mit diesen bestimmte Kriterien zu erfüllen. Hierbei handelt es sich meist um das Erreichen eines bestimmten Geldbetrages auf dem Konto oder einen vorgegebenen Parkwert. Doch damit die Einnahmen sprudeln müssen sie den Besuchern einiges bieten: Neben Fahrgeschäften, Gastronomie und Attraktionen erwarten diese nämlich auch einen sauberen, übersichtlichen Park, der zudem noch nicht zu teuer ist.

Details über die Spielabläufe erfahren Anfänger nicht nur durch das mit 24 Seiten gerade ausreichende Handbuch, sondern den vorbildlichen Tutorial-Modus. Vor dem Start jeder Mission stehen sie vor der Wahl, ob sie diesen Modus, der ihnen bei den ersten Schritten zu einem erfolgreichen Park behilflich ist, aktivieren möchten. Gleichzeitig können sie sich für einen von insgesamt 4 Beratern entscheiden, der sie bei besonderen Vorkommnissen informiert, beispielsweise wenn ein Fahrgeschäft ausgefallen ist.

Screenshot: Theme Park (Nintendo DS)Die Nintendo DS Fassung von Theme Park besticht vor allen Dingen durch den grafischen Charme des Originals, denn die Darstellung wurde nahezu unverändert übernommen. Auf dem Display der Konsole wirkt die Grafik jedoch keinesfalls veraltet und überzeugt durch abwechslungsreiche Farben und zahlreiche Details. Standardmäßig wird der Park auf dem Touchscreen dargestellt, während sie auf dem oberen Bildschirm eine Mini-Karte des Parks präsentiert bekommen. Sobald sie ein Fahrgeschäft, einen Mitarbeiter oder einen Gast anklicken, erhalten sie auf dem oberen Bildschirm detaillierte Informationen zum gewählten Objekt. Am unteren Bildschirmrand des Touchscreens befindet sich eine Menüleiste, welche die Platzierung von Fahrgeschäften oder Dekorationsobjekten, das Einstellen von Mitarbeitern und das Aufrufen der Parkstatistiken und des Menüs ermöglicht. Über die Menüleiste lassen sich auch die Fenster abrufen, in denen sie Detaileinstellungen der Fahrgeschäfte wie die Fahrtzeit einstellen können. Hierbei wird die Detailansicht des jeweiligen Fahrgeschäftes mit der Parkansicht auf dem Touchscreen vertauscht, denn "Theme Park DS" wird größtenteils über den Touchpen gesteuert. Die Verwirrung über den Bildschirmtausch hält sich jedoch in Grenzen und sollte nur von kurzer Dauer sein.

Theme Park lässt sich in drei verschiedenen Spielmodi spielen: Im Sandkasten-Modus wurde der finanzielle Part auf das Wesentliche reduziert und auch die Erforschung neuer Attraktionen ist nicht nötig. Im Simulations-Modus sowie im kompletten Modus kommen jeweils Details wie die bereits angesprochene Erforschung neuer Attraktionen oder der Handel mit Aktien hinzu. Allerdings erweist sich bereits der Sandkasten-Modus als recht umfangreich und dürfte den meisten Spielern wohl genügen.

Negativ fiel bei unserem Test eigentlich nur auf, dass der Bildschirm des Nintendo DS nicht die gewünschte Übersichtlichkeit ermöglicht: Der Ausschnitt des Parks, den man präsentiert bekommt ist recht klein, was beim Bau größerer Parkanlagen zu einigen Fehlplanungen führen kann, weil sich die Größenverhältnisse der einzelnen Attraktionen und der verwendete Platz nur schwer einschätzen lassen. Ansonsten bietet die Umsetzung für den Nintendo DS genau das, was sich Fans des Originals erhofft haben, wozu die authentischen Sounds und Musikstücke einen wichtigen Teil beitragen.

Fazit

Theme Park kann auch auf dem Nintendo DS den Charme des Originals erwecken und für einige strategische, aber nicht weniger spaßige Stunden sorgen. Neben der nostalgischen Grafik und dem Sound wurde auch die Komplexität des Originals übernommen. Im umfangreichsten der drei Spielmodi reift Theme Park damit auch auf dem Nintendo DS zu einer ausgewachsenen Wirtschaftssimulation heran. Dies dürfte Genre-Fans freuen, da Spiele dieser Gattung auf dem DS ja eher eine Seltenheit bilden. Auch Durchschnittsspielern kann Theme Park eigentlich ans Herz gelegt werden, solange sie sich durch die etwas unübersichtliche Perspektive nicht abgeschreckt fühlen. Mario Siewert

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