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08. 09. 2010

Microsoft und die Heterosexualität

Softwaregigant Microsoft hat schon einige Debakel durchleben müssen, wenn es um das Thema Heterosexualität und Homosexualität ging. Lange Zeit erlaubte man keine Worte wie "Gay" (Englisch für "Homosexueller", aber auch für "bunt") in Namen beim eigenen Dienst Xbox-Live. Spieler, die sich als schwul oder lesbisch outeten wurden vom Dienst gebannt.

Das war einmal. Lange ist es her. Nach massiven Protesten hat das Unternehmen seine einstige Begründung, eine neutrale Onlinewelt, fernab der Sexualität, schaffen zu wollen, gekippt und lässt den Spielern ihren Willen. Zumindest dachte man das bisher.

Jetzt allerdings ist ein Fall bekannt geworden, demnach ein Spieler für seinen Heimatort vom Dienst ausgeschlossen wurde. Josh Moore, ein 26 Jahre alter Spieler aus West Virginia, gab als seinen Heimatort "Fort Gay" an. Microsoft entzog ihm daraufhin sämtliche Rechte beim Live-Dienst. Das Problem dabei ist nur, dass Josh niemanden beleidigen wollte. Den Ort gibt es wirklich. Ein einfacher Besuch auf Google Maps hätte Microsoft das auch verraten können, denn Josh selbst nahmen sie nicht ernst.

Mittlerweile hat sich Microsoft für das Vorkommen entschuldigt. "Wir werden das richtig stellen", heißt es von offizieller Seite her. Doch einmal mehr zeigt es, wie schwer sich die Spieleindustrie noch mit dem Thema der Sexualität gibt. Und einmal mehr zeigt es, wie homophob Microsoft doch tatsächlich ist.

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